{"id":516,"date":"2019-02-15T14:33:18","date_gmt":"2019-02-15T13:33:18","guid":{"rendered":"http:\/\/www.julia-andorfer.at\/?p=516"},"modified":"2019-02-15T15:38:06","modified_gmt":"2019-02-15T14:38:06","slug":"freunde-teil-vier","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.julia-andorfer.at\/?p=516","title":{"rendered":"Freunde, Teil vier"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><br><\/p>\n\n\n\n\n<p><!--more--><\/p>\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">8<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eIch komme nicht mit\u201c, sagte Laura. Geplant war ein Ausflug zu viert, eine kurze Wanderung zu einem Waldgasthaus. \u201eWann machen wir wieder etwas zu zweit? Wann sind wir wieder f\u00fcr uns?\u201c<br>\u201eZuhause\u201c, erwiderte Tobias. \u201eJetzt gerade. Beim Einkaufen. Jeden Tag, wenn wir gleichzeitig in der Wohnung sind.\u201c<br>\u201eAber wann unternehmen wir wieder etwas zu zweit?\u201c<br>Tobias schien irritiert \u00fcber Lauras Unwillen. F\u00fcr ihn war diese Gesellschaft in Ordnung, er musste sich nicht als unpassend erkennen, er langweilte sich nicht, ihm wurde nichts unterstellt.<br>Aber Aktivit\u00e4ten zu zweit sind doch wichtig, dachte Laura. Sie hoffte, es war kein schlechtes Zeichen f\u00fcr ihre Beziehung, dass Tobias so oft in Gruppenunternehmungen wollte.<br>Diesmal ging es im Sinne von Laura aus. Tobias rief Markus an und teilte ihm mit, dass sie das Wochenende zu zweit verbringen wollten.<br>Laura ging zur Staffelei ins Schlafzimmer und malte Zeus und Io nach den angefertigten Skizzen. Danach suchte sie Saras Telefonnummer auf dem Handy und rief sie an.<br>\u201eHallo Laura\u201c, h\u00f6rte sie ihre Stimme. Sara hatte ihre Nummer offenkundig gespeichert und ihren Namen auf dem Display gesehen.<br>\u201eIch habe gerade deine V\u00f6gel gemalt\u201c, sagte Laura. \u201eWie geht es dir?\u201c<br>Es war keine Floskel. Es war eine anteilnehmende, ehrliche Frage.<br>\u201eGanz gut\u201c, sagte Sara, aber man konnte h\u00f6ren, dass es ein den Umst\u00e4nden entsprechendes \u201eGanz gut\u201c war. \u201eIch werde in eine andere Wohnung ziehen. Wir trennen uns. Vielleicht vor\u00fcbergehend, aber im Moment geht es so nicht weiter.\u201c<br>\u201eSchade\u201c, sagte Laura.<br>\u201eAlso wenn du noch mal kommen willst zum Abzeichnen, dann bis sp\u00e4testens Freitag.\u201c<br>\u201eNein, ist schon gut, ich habe jetzt genug Skizzen.\u201c<br>Das war vermutlich das Ende des Kontakts zu Sara. Und Laura wusste nicht einmal, ob Sara besser zu ihr passte als Sofia oder Stefanie.<br>\u201eSoll ich dir beim Umziehen helfen?\u201c, fragte sie dennoch.<br>\u201eNein, lass nur, das schaffe ich schon.\u201c<br>Laura wusste nicht, warum sich die beiden trennten, warum eine Liebe verschwand, die doch dagewesen sein musste. Es machte sie melancholisch.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Sie gingen zusammen am See spazieren. Die Sonne w\u00e4rmte schon ein bisschen, und es waren Krokusse und Schneegl\u00f6ckchen zu sehen.<br>\u201eIch finde nicht hinein\u201c, sagte Laura, \u201ein diese Gesellschaft.\u201c<br>Tobias sah sie kurz an und sagte nichts.<br>\u201eIch passe nicht dazu.\u201c<br>\u201eWarum solltest du nicht dazupassen?\u201c, sagte Tobias. \u201eWir beide passen doch zusammen. Und meine Freunde passen dann auch zu dir.\u201c<br>\u201eAber der einzige wirkliche Freund f\u00fcr dich ist Markus. Die anderen sind nicht jeder f\u00fcr sich genommen Freunde von dir. Sie sind einfach dabei. Das sind oberfl\u00e4chliche Bekanntschaften.\u201c<br>\u201eSie sind Gesellschaft, und das ist nicht das Schlechteste.\u201c<br>\u201eWirkliche Beziehungen gibt es nur zwischen Individuen\u201c, sagte Laura. \u201eEin Einzelner auf einen anderen Einzelnen bezogen. Bei diesen Treffen zu sechst oder zu viert bist du auf eine Gruppe bezogen.\u201c<br>\u201eKann schon sein, aber das reicht mir\u201c, sagte Tobias. \u201eIch sehe das nicht so kompliziert wie du.\u201c<br>\u201eDu kannst dich ja auch einbringen, wenn es um eure Arbeit geht. Du sitzt dann nicht schweigend da und f\u00fchlst dich im Abseits.\u201c<br>\u201eSo f\u00fchlst du dich? Im Abseits?\u201c, fragte Tobias.<br>\u201eIch f\u00fchle mich nicht zugeh\u00f6rig\u201c, sagte Laura.<br>Tobias blieb stehen. \u201eUnd was bedeutet das? Dass du all diese Treffen nicht willst?\u201c<br>Laura sah ihn an und dachte kurz nach.<br>\u201eZumindest nicht so oft.\u201c<br>Nach dieser Unterredung w\u00fcnschte Laura sich, mit Daniel reden zu k\u00f6nnen. Sie zog sich zuhause ins Schlafzimmer zur\u00fcck, wo sie ungest\u00f6rt telefonieren konnte. Sie war froh, dass er abhob und Zeit hatte. Nachdem sie die Situation mit den Paartreffen geschildert hatte, sagte Daniel, das k\u00f6nne er sich gut vorstellen. Aber eine L\u00f6sung, mit der alle zufrieden w\u00e4ren, habe er auch nicht. Dann redete er von ihrer neuen Wohnung und von Nina und dass sie das Kinderthema langsam angehen wollten, ohne Druck. Danach redete Laura \u00fcbers Malen und \u00fcber Sara und \u00fcber das Spiel mit der Pantomime, das sie so gern \u00f6fter spielen wollte. Schlie\u00dflich war sie erstaunt dar\u00fcber, dass eine Stunde vergangen war.<br>\u201eUnd lass die Leute glauben, was sie wollen\u201c, sagte er noch. \u201eBeteuern bringt da meistens nichts. Irgendwann sehen sie vielleicht, dass sie unrecht hatten.\u201c<br>Aber was f\u00fcr Freunde sollen das sein, dachte Laura.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Laura streikte weiterhin, wenn es um Treffen zu sechst ging. Es war alles so harmonisch und passend gedacht, aber das war nicht die Wahrheit. Die Wahrheit war, dass Sofia sie nicht mochte und Stefanie nicht viel mit ihr anfangen konnte. Vielleicht lag es daran, dass Laura kreativ war und die anderen beiden Frauen nichts dergleichen taten. Vielleicht war es Neid, aber dass wusste Laura nicht.<br>\u201eDu kannst dich nicht ewig entziehen\u201c, sagte Tobias. \u201eWie sieht das aus, wenn du nie mitkommst.\u201c<br>\u201eAlso das k\u00fcmmert dich, wie es aussieht\u201c, erwiderte Laura. \u201eWie es mir geht, offenbar nicht.\u201c<br>Tobias sagte einen Moment nichts, und dann sagte er: \u201eWorum geht es hier eigentlich? Dass Sofia glaubt, du h\u00e4ttest abgeschrieben? Du hast doch gesagt, es stimmt nicht. Das muss reichen, mehr kannst du nicht tun.\u201c<br>\u201eEs geht auch darum, dass ich nicht dazupasse, Tobias.\u201c<br>\u201eUnd zu Daniel passt du wohl besser, oder du glaubst es.\u201c<br>\u201eUnser Austausch ist jedenfalls gut.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">9<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eDu gehst nicht mit?\u201c, fragte Sandra verwundert. \u201eTobias geht ohne dich hin?\u201c<br>Laura nickte.<br>\u201eAber dann bist du ganz allein, an einem Samstagabend.\u201c<br>\u201eDann male ich eben oder lese oder sehe fern.\u201c<br>\u201eMit welcher Begr\u00fcndung gehst du nicht mit?\u201c<br>\u201eDass ich etwas anderes vorhabe.\u201c<br>Sandra sch\u00fcttelte den Kopf.<br>\u201eWei\u00dft du, manchmal dauert es eine Weile, bis man mit anderen warm wird.\u201c<br>\u201eIch habe es ja versucht.\u201c<br>Laura hatte ein paar Zweige mit frischen Knospen und Bl\u00fcten mitgenommen, die jetzt in der Vase auf dem roten Tischdeckchen standen. Der Fr\u00fchling zog ins Land, und er verbreitete Aufbruchstimmung und Lust auf Neues.<br>Kurz vor Ladenschluss kam Tobias herein, um Laura abzuholen, was er seit ihrer Anfangszeit in der gemeinsamen Wohnung nicht mehr getan hatte. Er wartete, bis Laura mit allem fertig war, und ergriff drau\u00dfen im Gehen ihre Hand.<br>Laura fragte sich, ob er sie damit umstimmen wollte, was das kommende Wochenende betraf. Aber nein, er redete nicht davon, stattdessen redete er von Sardinien, ohne eins der anderen Paare auch nur zu erw\u00e4hnen. Es klang wohlig nach Zweisamkeit, und Laura l\u00e4chelte.<br>W\u00e4hrend sie ein Abendessen kochten, rief Daniel an, und Laura telefonierte mit Freisprechkabel und St\u00f6psel im Ohr. Sie wurde ein wenig unaufmerksam, und Tobias verscheuchte sie bald vom Herd, weil er allein zurechtkam. Daniel richtete sch\u00f6ne Gr\u00fc\u00dfe an Tobias aus.<br>\u201eNoch ein Paar\u201c, sagte Tobias. \u201eEin Gl\u00fcck, dass sie weit weg wohnen.\u201c<br>Laura protestierte. \u201eIn diesem Fall ist das kein Gl\u00fcck. Nina kenne ich nicht, aber Daniel ist ganz anders als Paul oder Markus. Und sie lieben das Spiel mit der Pantomime.\u201c<br>Laura begann ein neues Bild zu malen, wieder mit Saras V\u00f6geln und diesmal ohne Worte. Sie hatte vor, den kommenden Samstagabend allein zu genie\u00dfen. Sie w\u00fcrde kompromisslos sie selbst sein und das tun, was sie mochte. Sie w\u00fcrde die Gesellschaft der anderen nicht vermissen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Am Samstagabend zog Tobias sich an, w\u00e4hrend Laura sich in der K\u00fcche ein paar Brote machte. Die Stimmung zwischen ihnen war eigenartig, nicht \u00e4rgerlich oder etwas \u00c4hnliches, aber so, dass sich etwas ver\u00e4nderte, als w\u00fcrde heute das Band zwischen ihnen an Kraft verlieren. Sie waren sich heute nicht nahe.<br>Tobias stand an der T\u00fcr, w\u00e4hrend Laura mit einem Teller ins Wohnzimmer ging.<br>\u201eBekomme ich einen Kuss?\u201c, fragte er.<br>\u201eAber nat\u00fcrlich.\u201c Laura gab ihm einen Kuss auf die Lippen, umarmte ihn und w\u00fcnschte viel Spa\u00df, was mitschwingen lie\u00df, dass sie dort keinen h\u00e4tte.<br>\u201eUnd ich sage, du hast heute etwas anderes vor.\u201c<br>\u201eNein, sag die Wahrheit, dass ich nicht mitkommen wollte.\u201c<br>Tobias schaute so drein, als wollte er genau das nicht sagen, aber Laura \u00e4u\u00dferte sich dazu nicht weiter.<br>Dann war sie allein. Daniel ging heute mit Nina in ein Konzert, und vielleicht h\u00e4tte sie ihn sonst angerufen f\u00fcr einen kurzen Austausch, bevor sie malen ging.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In der K\u00fcche lag ein an sie adressiertes Kuvert, das die Einladung zu einer neuen Malwoche im kommenden August enthielt. Vielleicht w\u00fcrde sie dort all die Leute treffen, die ihr nicht geantwortet hatten, und Daniel w\u00e4re nicht dabei, weil er damals nur etwas ausprobieren wollte. Vielleicht h\u00e4tte sie nicht mehr dieses Hochgef\u00fchl, sich in einer Gemeinschaft absolut passend zu f\u00fchlen, und w\u00e4re am Ende entt\u00e4uscht. Sie legte die Einladung im Schlafzimmer auf ihren Schreibtisch.<br>Als Tobias sp\u00e4t nachhause kam, hatte sie sich eben erst ins Bett gelegt. Sie roch den Wein, den er getrunken hatte. Sie fragte ihn, wie es gewesen sei, und er sagte: \u201eNett. Aber du hast gefehlt.\u201c Er legte sich hin und l\u00f6schte das Licht, allm\u00e4hlich wurde seine Atmung ruhiger. Sie hatte das Gef\u00fchl, dass er sie ansah, bevor er die Augen schloss.<br>Sie dachte an Daniel, der sich wie sie bei gesellschaftlichen Anl\u00e4ssen auch schnell langweilte. In diesem Punkt war er ganz anders als Tobias. Sie hoffte f\u00fcr Daniel, dass das Konzert sch\u00f6n gewesen war und er einen wundervollen Abend mit Nina gehabt hatte. Sie wollte ihn bald anrufen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die n\u00e4chste Abendgesellschaft war bei Paul und Sofia geplant, einige Wochen sp\u00e4ter. Lisa verneinte Tobias&#8216; Frage, ob sie mitkommen wolle.<br>\u201eWillst du jetzt nirgends mehr dabei sein?\u201c, fragte er.<br>\u201eIch wei\u00df es nicht. Nicht gerade mit diesen zwei Paaren vielleicht.\u201c<br>\u201eAber Markus ist einer meiner besten Freunde. \u2026 Und Paul ist doch auch in Ordnung, und Sofia und Stefanie auch. Ich wei\u00df nicht, was du hast.\u201c<br>\u201eOh, Paul, der gesagt hat, ich soll mir keine Hoffnungen machen, dass ich meine Bilder verkaufen kann. Und Sofia, die mir unterstellt hat, ich h\u00e4tte bei einem Dichter abgeschrieben. Und Stefanie, die es geglaubt hat. Meine Freunde sind das nicht.\u201c<br>Sie hatte sich bei den letzten S\u00e4tzen ein bisschen aufgeregt, und Tobias&#8216; Gesichtsausdruck bekam etwas Trauriges.<br>\u201eDann lassen wir es eben.\u201c<br>Ohne ein weiteres Wort zog er sich Schuhe und Jacke an und verlie\u00df die Wohnung. Laura lief ihm in Hausschuhen hinterher.<br>\u201eWas lassen wir?\u201c<br>\u201eLaura, ich will allein sein.\u201c<br>\u201eWas lassen wir?\u201c<br>\u201eIch wei\u00df es nicht. Die Einladungen bei anderen. Freundschaften pflegen, die f\u00fcr dich ja keine sind. Dann sind wir eben allein zu zweit, und ob das so gut ist, wei\u00df ich nicht.\u201c<br>Laura schaute ihn, auf dem Gehsteig stehend, wortlos an.<br>\u201eIch mache jetzt einen Spaziergang\u201c, sagte er, \u201eallein\u201c.<br>Er drehte sich um und lie\u00df sie stehen.<br>Als sie zur\u00fcck in der Wohnung war, rief sie Daniel an.<br>\u201eWie es aussieht, werde ich wohl doch wieder zu den Paartreffen gehen, nicht zu allen vielleicht. Tobias macht es traurig, wenn ich nicht dabei bin.\u201c<br>\u201eAber du bist doch ungl\u00fccklich unter diesen Leuten\u201c, sagte Daniel.<br>Laura dachte, dass er damit recht hatte, sagte es aber nicht.<br>\u201eK\u00f6nnen wir uns mal treffen?\u201c, fragte sie. \u201eIrgendwo auf halber Strecke, dann muss nicht einer die ganze Strecke fahren. In Salzburg zum Beispiel.\u201c<br>Er z\u00f6gerte einen Moment. \u201eIch wei\u00df nicht, ob Nina einverstanden ist. Und es l\u00e4uft gerade so gut zwischen uns.\u201c Er klang traurig.<br>Er musste es also absprechen mit ihr, das w\u00e4re Laura im umgekehrten Fall nicht im Traum eingefallen. Mitteilen ja, wen man traf, aber nicht um Erlaubnis fragen. Sie hatte gro\u00dfe Lust auf ein Treffen zu zweit mit Daniel, aber gar keine Lust auf die Abende mit Tobias&#8216; Freunden. Und sie wusste nicht, wie es weitergehen sollte.<br>Au\u00dferdem r\u00fcckte Sardinien n\u00e4her, und sie wollte dort keinen traurigen Tobias haben, sondern einen fr\u00f6hlichen, froh \u00fcber ihre Zweisamkeit.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Aus dem Fr\u00fchling wurde Fr\u00fchsommer, und Laura fuhr auf einen Ausflug mit den anderen zwei Paaren mit. Ihr entging nicht der Gesichtsausdruck von Sofia, die die Augenbrauen hochzog und damit zu verstehen gab, dass sie \u00fcberrascht war \u00fcber Lauras Auftauchen und es nicht wertsch\u00e4tzte. Eine offene Feindschaft zeigte sie allerdings nicht. Alles an ihr blieb so, dass die anderen nicht unbedingt merken mussten, was Laura merkte. Sie fragte sich, ob Sofia sie auf diese Weise loswerden wollte. Schlie\u00dflich war es f\u00fcr sie doch eine Anstrengung, Laura gegen\u00fcber so k\u00fchl zu sein. Fr\u00f6hlich war sie im Gespr\u00e4ch mit Stefanie oder den anderen.<br>Laura und Tobias fielen auf dem Weg ein wenig zur\u00fcck, und Laura fragte Tobias, ob ihm nicht auffalle, wie Sofia ihr gegen\u00fcber sei.<br>\u201eEin bisschen distanziert vielleicht\u201c, sagte er, \u201eaber so gering, dass ich mir nichts daraus machen w\u00fcrde. Ich w\u00fcrde da nichts hineininterpretieren.\u201c<br>\u201eWenn es einen selber nicht trifft, bekommt man es auch nicht zu sp\u00fcren\u201c, sagte Laura. \u201eDu wirst von ihr und Paul ja akzeptiert.\u201c<br>\u201eUnd du glaubst, mit Daniel und seiner Freundin w\u00e4re das anders? Wenn wir uns als Paare treffen w\u00fcrden?\u201c<br>\u201eIch wei\u00df nicht, wie es mit Nina w\u00e4re. Aber Daniel ist ein sehr netter Mensch.\u201c<br>Und sie f\u00fcgte noch hinzu: \u201eSie sind sowieso zu weit weg.\u201c<br>Im Gasthaus versuchte Laura Tobias zu einem fr\u00fchen Aufbruch zu bewegen, indem sie ihn \u00fcber den Tisch hinweg ansah und ans Bein stupste. Sie hatte damit nicht gleich Erfolg. Endlich sa\u00dfen sie im Auto und fuhren nachhause.<br>Sie fand es erm\u00fcdend, noch einmal mit Tobias \u00fcber das Thema zu reden. Es war l\u00e4ngst alles gesagt, und es lag an ihr, so weiterzumachen oder sich zu entziehen.<br>\u201eIch sehe schon, wir fahren zu zweit nach Sardinien\u201c, sagte Tobias. Er klang so, als k\u00f6nnte er sich damit anfreunden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[7],"tags":[],"class_list":["post-516","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-texte"],"views":2697,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.julia-andorfer.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/516","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.julia-andorfer.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.julia-andorfer.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.julia-andorfer.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.julia-andorfer.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=516"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.julia-andorfer.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/516\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":537,"href":"https:\/\/www.julia-andorfer.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/516\/revisions\/537"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.julia-andorfer.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=516"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.julia-andorfer.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=516"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.julia-andorfer.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=516"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}